03.03.2019: TSV München von 1860 – HANSA ROSTOCK 1:2

Datum: 3. März 2019

Wettbewerb: 3. Liga, 26. Spieltag

Ort: Städtisches Stadion an der Grünwalder Straße

Zuschauer: 15.000 (ausverkauft)

1860: Hiller – Lorenz, Weber, Mauersberger (46. Paul), Steinhart – Lex (79. Abruscia), Wein, Bekiroglu, Karger – Mölders, Ziereis (55. Owusu) – Trainer Daniel Bierofka

Hansa: Gelios – Ahlschwede, Hüsing, Riedel, Rieble – Soukou (73. Hilßner), Öztürk (67. Bülow), Wannenwetsch, Scherff – Biankadi, Breier (85. Pepic) – Trainer Jens Härtel

Tore: 0:1 Breier (4.), 0:2 Soukou (42.), 1:2 Mölders (72.)

Bericht: Morgens um drei in Berlin. Partyopfer und Diskotussen torkeln durch die Innenstadt, Flaschensammler kümmern sich um deren verwertbare Hinterlassenschaften und die ersten Frühschichtler sind auch schon wieder auf dem Weg zu ihren Arbeitsstätten. Eine abstruse Mischung von Menschen, unter die sich noch unauffällig ein Fußballmob mischt, um sich in ein aus Polska stammendes Großraumvehikel Richtung bayrische Landeshauptstadt auf den Weg zu machen.

Ziel ist das Sechzgerstadion, seit dem (Zwangs-)Abstieg in die Regionalliga und dem damit verbundenen lang ersehnten Auszug der Löwen aus der Allianz Arena wieder Heimat der blauen Münchener. Der Weg dorthin verlief sehr entspannt, die A9 samt Rasthof Frankenwald wurde gekonnt umkurvt und schon stehste mit nem Polen-Bus vorm Stadion, den keiner aufm Radar hatte – selbst das offenbar nach sportlicher Aktivität suchende  etwa 25-köpfige Löwenrudel wusste das Gefährt und dessen Insassen nicht so ganz einzuordnen, jedenfalls wurden ihre Blicke so gedeutet. Für ein Techtelmechtel in den 30-Zonen rund ums Stadion waren die Kameras jedoch schon zu sehr gezielt auf die möglichen Protagonisten gerichtet.

Rein ins Stadion und was soll man sagen – besser hätte der Tag nicht laufen können. Gerade waren noch beide Seiten mit ihren Choreos beschäftigt, da fällt auch schon der Hansa-Treffer zum 1:0. Die Laune sollte nicht mehr schlechter werden. Nicht nur, dass Soukou auf 2:0 zur Pause erhöhte, auch das Drumherum sorgte für den besten Fußballtag seit Langem: T-Shirt-Wetter Anfang März, ein altes Stadion, ausverkauft, zwei gute Fanszenen mit gutem Tag, zur Krönung noch die astreine Pyro- und Raucheinlage der Sechzig-Ultras. Fußball wie man ihn liebt.

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